nichtswieweg... vier Abenteurer unterwegs

Reisebericht zu den Fotos
Gefahrene Route
Reisekosten
Brasilien
Fotogalerie vom 01.06.2017 bis 10.07.2017, Brasilien
Highlights: Corumbá, südliches Pantanal - Estrada do Parque, Miranda, Pontonfahrt von Corumbá nach Porto Jofre, nördliches Pantanal - Transpantaneira, P.N. Chapada dos Guimarães, Bom Jardim (Nobres), Wasserfälle von Iguazu (Brasilianische und Argentinische Seite)

Keine Gegend haben wir bisher so intensiv bereist wie das Pantanal. Mehrere Wochen verbringen wir im südlichen sowie nördlichen Teil dieses gigantischen Feuchtgebietes und bekommen eine Tiervielfalt zu Gesicht, die seinesgleichen suchen kann. Viele tropische Vögel, verschiedene Wasserbewohner, Jaguare und eine Anaconda, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Per Fahrzeug, per Boot, als Fahrzeugverlad auf einem Ponton (Floss), zu Fuss und unter Wasser erkunden wir dieses Riesenbiotop. Und damit wir auch noch etwas in der Luft gemacht haben, schliessen wir mit einem Helikopterrundflug über die Wasserfälle von Iguazu unsere Brasilien-Reise ab.

Los geht's! Wir befahren mit der "Estrada do Parque" eine Piste, welche durch das südliche Pantanal führt. 
Die "Estrada do Parque" hat, wie ihr nördliches Pendant die Transpantaneira, unzählige Brücken, bei denen man herrlich die Tierwelt beobachten kann ...
... wie zum Beispiel diesen Eisvogel, der Amazonasfischer.
Wir befahren die "Estrada do Parque" zusammen mit Betty und Beat und nutzen hier eine der wenigen Ausfahrgelegenheiten zum Übernachten. Leider können wir hier nicht draussen sitzen. Es wimmelt nur von bluthungrigen Mücken.
Beat nutzt seine Phantasie und baut sich mit seinem Moskitonetz einen Schutzanzug und geht so auf Fototour.
Schon frühmorgens sind wir wieder unterwegs und werden auf der Fähre (welche die beiden Hälften der "Estrada do Parque" verbindet) mit einem Sonnenaufgang belohnt.
Eine Gruppe Wasserschweine (auch Capybara genannt) hat es sich auf der "Estrada do Parque" gemütlich gemacht.
Links und rechts der "Estrada do Parque" gibt es unzählige Rinderfarmen und wenn die Rinder unterwegs sind, kann der Konvoi schon mal 300m lang werden.
Ein Schmetterling macht es sich auf einem Kaiman gemütlich.
Der Jabiru ist die grösste Storchenart der Erde und wenn dieser fliegt, wird es auf der Erde kurz mal dunkel. :-)
Dichter Busch entlang der "Estrada do Parque".
Ein Kaiman liegt in der Sonne und wartet auf ein Fresschen.
Für uns einer der schönsten Vögel, der Tukan.
Grünpapagei im Pantanal.
Im südlichen Pantanal sind die Brücken in einem hervorragenden Zustand.
Schmetterling im Tigerlook.
Patrouille Pantanal
So schade! Immer wieder fallen Tiere selbst auf einer Parkstrasse unvorsichtigen Rasern zum Opfer. So wie dieser Ozelot, welcher zur gleichen Familie wie der Jaguar zählt.
Bei einigen Brücken gibt es ebenfalls Umfahrungsmöglichkeiten, welche durchaus seinen Reiz haben. :-) (Bild von reisefriedli.ch)
In Miranda stossen wir zufällig auf die Ruinen einer ehemaligen Zuckerrohrfabrik.
Hier wurde früher der Zuckerrohr zu Ethanol verarbeitet, welches wiederum Treibstoff für Verbrennungsmotoren lieferte.
Ein perfekter Auftakt für unsere morgige Pantanal-Tour: v.l. Beat, Bernd, Roger, Elke, Marcelo (unser Guide), Anita und Betty. (Bild von reisefriedli.ch)
Männer und ihre Messer ;-) - Roger hat sein Schweizer Messer Marcelo geschenkt und bekommt von ihm im Gegenzug ein richtiges Buschmesser.
Der Kaiman ist im Pantanal der heimische Vertreter des Krokodils.
Diese teilweise bis zu 4m langen Urviecher sollen für den Menschen ungefährlich sein.
Also wir wollen dies nicht ausprobieren.
Jabiru-Storch
Posierendes Wasserschwein im Passo do Lontra.
Mit dem Boot geht’s auf unserer Pantanal Tour auf Jaguar-Suche.
Mächtiger Cocoireiher beim Starten.
Ein männlicher Brüllaffe beobachtet uns misstrauisch, ...
... während seine Weibchen einiges interessierter dreinschauen.
In einem Seitenarm des Miranda-Flusses.
Tigerreiher beim Landeanflug.
Wasserschwein am Miranda-Fluss.
Abendstimmung im Pantanal.
...
Wir sind bereit für die Sumpfwanderung: Langärmelige Kleider (gegen die Mücken), Socken und Schuhe (gegen die Zecken im Wasser) und ein Buschmesser (gegen den Rest).
Knietief waten wir durchs Wasser und hoffen, einen Jaguar vor die Linse zu bekommen.
Diese Wiese ist immer noch unter Wasser.
Marcelo, unser Guide, ist immer für ein Spässchen aufgelegt.
Unterwegs stossen wir auf diese seltenen Hyazinth-Aras, wovon es weltweit nur noch ein paar tausend Tiere gibt.
Tukan im Abendlicht.
Ein Braunohrarassari verdrückt genüsslich eine Beere.
Da wir auf unserer Jaguartour leider keinen Jaguar gesehen haben, bekommen wir von Marcelo einen Übernachtungstipp auf der "Estrada do Parque". Hier in der Nähe soll ein Jaguar sein Revier haben. Und wir haben ein riesiges Glück und ...
... bekommen am nächsten Morgen tatsächlich "unseren" Jaguar zu Gesicht. Wir folgen ihm zu Fuss für rund 1,5 Stunden und können uns an diesem imposanten Tier einfach nicht satt sehen. 
Zurück in Corumbá organisieren wir uns einen Ponton, um auf dem Wasserweg ins nördliche Pantanal zu gelangen.
Zusammen mit Elke und Bernd werden wir die nächsten 3 Tage auf sehr engem Raum leben. Wir freuen uns sehr darauf, haben wir doch vor gut 6 Jahren zusammen ein paar Offroadtracks in Namibia unter die Räder genommen.
Nebst unseren Fahrzeugen werden noch stundenlang Lebensmittel und Geräte auf den Ponton verladen. Viele Farmen sind nur über den Wasserweg erreichbar.
Auf geht's! Spät abends macht unser Schubverband (ein Schiff schiebt zwei Pontons) auf den Weg. Wir sind dabei und so richtig glücklich.
Andere Schiffe am Steg von Corumbá bei aufgehendem Mond.
Eines der beiden Pontons ist nur für uns und unsere Fahrzeuge reserviert.
Bernd und Elke bekommen von Anita noch ein paar Tipps für Südamerika.
Zwischen den beiden Fahrzeugen haben wir genügend Platz für unsere Lounge.
Wenn man auf den Duro klettert haben wir einen prächtigen Ausblick auf unseren Schubverband (Blick gegen die Fahrtrichtung). Zuerst kommt das zweite Ponton und dahinter schiebt das Schiff. Alles klar ?
Und so sieht es vom Dach des Schiffes mit Blick nach vorne aus. Zuvorderst ist das Ponton mit unseren Fahrzeugen und in der Mitte das zweite Ponton mit der blauschwarzen Plane.
Ebenfalls auf dem Schubverband mit dabei sind ca. 30 weitere Passagiere. So, wie diese Vier.
Roger macht mit einem anderen Passagier einen Grössenvergleich der Matebecher. Da hat Roger ganz klar den kürzeren gezogen ;-).
Nach Sonnenuntergang auf dem Rio Cuiaba.
Nach zwei Tagen unterwegs, wird ein Grossteil der Ware hier abgeladen. Ebenfalls von Bord gehen die meisten Passagiere.
Unser Ponton wird kurzerhand abgehängt, damit das andere Ponton besser entladen werden kann. Hoffentlich nimmt uns das Schiff wieder mit.
Plötzlich hören wir Jaguarlaute vom Festland. Schnell wird auf den Duro geklettert und Ausschau gehalten.
Bernd hat seine Gitarre dabei und komponiert ein Lied. Wir stimmen ins Lied mit ein und daraus ergibt sich die Band: Bernd and the schimmeling Wandershoes.
Unsere Ponton-Fahrt ist inkl. der Mahlzeiten. Wir wollen uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und machen uns auf den Weg in die Küche. Heute gibt es Piranhas à discrétion. 
In Porto Jofre, dem Endziel unserer Ponton-Verschiffung, begeben wir uns tagsdarauf auf eine Bootstour auf dem Rio Cuiaba und seinen Seitenarmen.
Hier wollen wir endlich unseren Jaguar aus der Nähe sehen.
Sonnenaufgang über dem Rio Cuiaba.
Die Seitenarme des Rio Cuiaba sind dicht bewachsen.
Auf einem Ast hat es sich ein Cocoireiher gemütlich gemacht.
Und als wir unsere Hoffnungen schon längst begraben haben, bekommen wir von einem anderen Tourenboot einen Tipp und siehe da - hier ist unser Jaguar!
Wir können unser Glück kaum fassen. Da liegt doch tatsächlich ein Jaguar vor unserer Linse.
Unbeeindruckt von uns macht der Jaguar ein kleines Verdauungsspaziergängchen ...
... und legt sich ein paar Meter weiter wieder vor uns in den Schatten.
Anita lässt den Auslöser der Kamera heisslaufen.
Klick, klick, klick und weit über 200 Fotos von diesem Prachtskerlchen verschwinden im Innern unserer Kamera.
So, noch ein Abschlussbild und dann macht sich unser Boot mit vier grinsenden Touristen wieder auf den Rückweg. SCHÖN-SCHÖN-SCHÖN!
Und als ob das heute noch nicht genug war. Kaum sind wir wieder an Land bei unseren Fahrzeugen, schlängelt eine Anaconda über den Camping dicht an uns vorbei.
Kamera raus und draufgehalten. So ein Anblick ist nicht vielen Touristen in dieser Gegend gegönnt. Die Anaconda ist sehr selten an Land anzutreffen.
Ein actionreicher Tag neigt sich zu Ende, oder ist es bereits wieder der Sonnenaufgang am nächsten Tag?
Ab Porto Jofre fahren wir die traditionsreiche "Transpantaneira" im nördlichen Pantanal. Sie ist berühmt für ihre Artenvielfalt in der Vogelwelt sowie den haarsträubenden Holzbrücken.
Am Strassenrand sonnen sich Muttersau und das Ferkel der Gattung Wasserschwein.
Wasserlilie an der Transpantaneira.
Wie angekündigt, gibt es auf der "Transpantaneira" auch Holzbrücken mit dem Prädikat "einsturzgefährdet". Aber hilft nichts, wir müssen da durch, denn unser Ponton ist bereits wieder weg.
Auf der Estancia Vitoria machen wir einen Marschhalt und treffen hier auf unsere Durofreunde Sonja und Benno.
Wir haben die beiden zuletzt vor 8 Monaten in Bolivien getroffen. Seit dem ist viel passiert und muss natürlich besprochen werden. ;-)
Nur noch wenige Meter trennen uns vor dem nördlichen Ende der Transpantaneira. 
Und dann haben wir es geschafft. Wir haben alle 127 Brücken (teils aus Holz oder neu aus Beton) gemeistert. Schön war's!
Vom Pantanal begeben wir uns in den nächsten Park, dem Nationalpark "Chapada dos Guimarães".
Dieser Nationalpark ist bekannt für seine Felsenlandschaften und ...
... Wasserfälle, ...
... welche zum Baden einladen.
Auf dem Weg nach Bom Jardim.
Typisches Landschaftsbild in Mato Grosso - Rote Erde und saftig grüne Landschaft bei strahlend blauem Himmel.
Wir haben uns das Refugio Agua Azul für unsere Party ausgesucht. Es stehen gleich zwei Jubiläen am selben Tag an. Doch mehr dazu später ...
Zuerst widmen wir uns dem "Blauen Wasser", worin man mit den Fischen schwimmen kann.
Zu Hunderten warten die Fische auf Besucher.
Wir lassen uns diese Gelegenheit nicht entgehen und mieten Schnorchel und Schwimmweste ...
... und lassen uns den Fluss herunter treiben.
Jubiläum Nr. 1 - Roger wird heute 40 Jahre alt. Häääppi Börsday mei Lovli Boy!
Jubiläum Nr. 2 - Wir sind heute genau seit 1000 Tagen unterwegs. 
Wir feiern mit einem feinen Rindsfilet, ein paar Caipis und einem sensationellen Ständchen der neu gegründeten Pantanal-Band bis tiiiiief in die Nacht. Naja, dunkel wird's hier bereits um 18 Uhr.
Milton, der Besitzer des Refugio Azuls, hat Roger zum Geburtstag eine Torte gebacken.
Auf dem Weg nach Bonito machen wir erneut einen kleinen Pantanal-Abstecher und entdecken am Wegesrand diese drei Hyazinth-Aras.
Auf staubigen Pisten geht es weiter Richtung Iguazu.
Bei den Iguazu-Fällen angekommen, besuchen wir als erstes die argentinische Seite dieser Touristen-Attraktion.
Auf der argentinischen Seite der Wasserfälle kommt man ganz nahe an die grossen und kleinen Fälle heran und spürt die brachiale Gewalt der tosenden "Cataratas".
Die Wassermassen stürzen sich hier aus über 80 Meter Höhe in die Tiefe.
...
Nasenbär bei den Iguazu-Fällen.
Argentinische Seite der Iguazu-Fälle.
Spektakulärster Wasserfall der Iguazu-Fälle - Garganto del Diabolo (Teufelsschlund).
Zusammen mit Edda und Helmut, zwei Reisebekannten, wollen wir einen Helikopterflug über die Iguazu-Wasserfälle machen.
Der Flug dauert rund 10 Minuten.
Anita hat diesen Helikopter-Rundflug Roger zu seinem runden Geburtstag geschenkt. 
Die Iguazu-Fälle aus der Vogelperspektive. Ganz links ist der Garganto del Diabolo mit den grössten Wassermassen.
Während man auf der argentinischen Seite (oberer Bereich) ganz nahe an die Fälle kommt, hat man von der brasilianischen Seite die schöne Panorama-Sicht.
Iguazu-Fälle von oben.
Nochmals der Garganta del Diabolo (ganz links) und die mächtige Gischtwolke, welche aus den Wassermassen entsteht.
Merci Anita, für dieses tolle Geburtstagsgeschenk. Es war für uns beide das erste Mal in einem Helikopter.
Roter Ibis im Vogelpark "Parque das Aves" bei Foz do Iguaçu.
Der "Pipile Jacutinga" ähnelt mit seiner Gelfrisur einem bekannten Mafia-Boss ...
... während dieser gut frisierte Zeitgenosse frisch von einem Model-Laufsteg entlaufen sein könnte.
Der Lieblingsvogel unserer Reise: Der Tukan.
Tukane ernähren sich ausschliesslich vegetarisch.
Auch sehr schön anzuschauen: Der Grünflügelara ...
... wie auch sein Gegenstück der Gelbbrustara.
Zum Schluss unserer Brasilien-Tour wollen wir uns natürlich die brasilianische Seite der Iguazu-Fälle nicht entgehen lassen.
Wie erwähnt, hat man von der brasilianischen Seite einen wunderschönen Panoramablick auf die Wasserfälle.
Close-Up Foto von einem Schmetterling.
Wir können jedem empfehlen, sich beide Seiten der Iguazu-Wasserfälle anzuschauen. Doch wenn man sich für eine der beiden Seiten entscheiden muss, dann sollte man die brasilianische Seite nehmen. Weshalb? Weil man hier von allem einen guten Überblick bekommt und dann noch einen Besuch dem Vogelpark (Parque das Aves) abstatten kann.
Uff, was für eine Tour! Wir verabschieden uns von Brasilien und sind gespannt auf Paraguay. Bis gli - tschüss und nichtswieweg!