nichtswieweg... vier Abenteurer unterwegs

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Gefahrene Route
Ecuador
Reisebericht vom 31.07.2016 bis 04.09.2016, Ecuador
Highlights: Reserva Ecológica El Angel, Ibarra, Strasse der Vulkane, Quito, Otavalo, Laguna Cuicocha, Sonnenuhr Quitsato, Parque Nacional Cayambe-Coca, Thermalquellen von Papallacta, Parque Nacional Cotopaxi, Saquisilí, Reserva de Producción de Fauna Chimborazo, Salinas, Baños, Cuenca, Parque Nacional El Cajas, Vilcabamba

Schneebedeckte Vulkankegel, Paramó-Landschaften wie aus dem Bilderbuch, traditionelle Märkte und wunderschöne Übernachtungsplätze, dazu ein Abstecher auf das einzigartige Insel-Archipel Galápagos, das kleine Land mit seiner vielfältigen Natur hat uns in seinen Bann gezogen.

Ecuador - Wir sind wieder da!

Ein bisschen schwer fällt es uns ja schon, das schöne Kolumbien zu verlassen. Aber irgendwann wird es Zeit zu gehen und so freuen wir uns nun auf unser 12. Reiseland dieser Reise. Anders als bei den letzten Grenzübergängen betreten wir diesmal aber nicht mehr Neuland, sondern ab jetzt bewegen wir uns mehr oder weniger auf bekanntem Terrain. Unser Schwergewicht möchten wir diesmal auf die Vulkane und das Ecuadorianische Hochland legen, da wir auf unserer letzten Reise aufgrund der Regenzeit von diesen Giganten nicht einen zu Gesicht bekommen haben. Dafür werden wir die Küste auslassen und das Tiefland nur kurz durchqueren, da wir diese Regionen bereits kennen.

Zu den Mönchsgewächsen im Reserva Ecológica el Angel

Nach einem gemütlichen Grenzübergang erreichen wir die Ortschaft Tulcán, welche uns auch gleich als Ausgangspunkt für eine Tour in das Reserva Ecológica El Angel dient. Dieses Reservat ist bekannt für die grösste Ansammlung an Frailejónes (ein Mönchsgewächs mit behaarten Blättern), welche nur in Höhen ab 3500m und im Paramó vorkommen. Von hier aus nehmen wir die Piste bei der wir zuvor im Internet gelesen haben, dass diese Strecke nur mit kleinen 4x4s zu meistern wäre. Nach dem Motto, umkehren können wir ja immer noch, starten wir den Versuch. Und wie so oft, ist es natürlich nur halb so schlimm und auch mit grösseren Fahrzeugen überhaupt kein Problem, wenn man vor ein paar Kratzern auf dem Lack nicht scheut. Die Tour lohnt sich auf jeden Fall, denn man sieht bereits auf der Fahrt ins Reservat abertausende von diesen faszinierenden Gewächsen.

Die Nacht verbringen wir direkt auf dem Parkplatz des Refugios, damit wir am nächsten Morgen mit der Wanderung zu der Laguna de Voladero starten können. Es ist bitterkalt, neblig und ein eisiger Wind weht uns um die Ohren. Was wir eher als unangenehm empfinden ist aber genau das Klima, welches die Frailejónes zu ihrem Wachstum benötigen. Nichts desto trotz marschieren wir den Rundweg ab, bekommen sogar noch für einen kurzen Augenblick die mit schwarzem Wasser getünchte Lagune zu Gesicht, bevor der Nebel wieder die ganze Landschaft mit einen mystischen Schleier überzieht. Ziemlich durchgefroren entschliessen wir uns, wieder in tiefere Lagen zu fahren und die nächst grössere Stadt Ibarra anzusteuern.

Ecuador - DAS Einkaufsparadies

Haben wir zuvor schon Kolumbien als wahres Lebensmittel-Einkaufsparadies empfunden, so wird dies jetzt aber von Ecuador noch um ein Weites übertroffen. Ich stehe in Ibarra im Supermaxi, die Käsetheke überquillt fast mit ihrem riesigen Angebot, Raclette-Käse, Gruyere, Tilsiter, Camembert, Parmesan und gleich daneben lacht die Fleischabteilung mit Cervelats, Olma-Bratwürsten, Fleischkäse und einer grossen Auswahl an Charcuterie. Da schlägt jedes Schweizer Herz einfach nur noch Purzelbäume. Wie schade, muss ich mich hier zurückhalten, denn in wenigen Tagen fliegen wir nach Galápagos und da sollte der Kühlschrank nicht gerade aus allen Nähten platzen. So beschränke ich mich schweren Herzens nur auf das Wesentliche aber immerhin mit dem Wissen, dass wir nochmals hierher zurückkommen werden und dann so richtig zuschlagen können.

Finca Sommerwind (Ibarra) und Quito

In Ibarra gibt es aber nicht nur den gut sortierten Supermaxi, sondern auch die Finca Sommerwind, welche sich in den letzten Jahren zu einem der grössten Traveller-Treffpunkte Südamerikas entpuppt hat. Auch wir fahren dahin und freuen uns schon sehr, wieder unsere Reisefreunde Claudia und David zu treffen, welche bereits auf der Finca sind. Als am nächsten Tag dann auch noch Marita und Jan eintrudeln, ist unser kleiner Schweizer-Club wieder komplett. Wir geniessen die Tage unter Gleichgesinnten, bringen unseren Mogli auf Vordermann und bald heisst es dann auch schon die Koffer packen. Während unseres Abstechers nach Galápagos lassen wir den Duro auf der Finca stehen und werden mit dem Bus nach Quito fahren, wo wir uns für ein paar Tage ein Hotel gebucht haben, um die Stadt zu erkunden. Wir verabschieden uns ein weiteres Mal von Claudia und David aber in dem Wissen, dass wir uns sicher irgendwo wieder treffen werden.

Bei schönstem Wetter brechen wir auf nach Quito und können die Vulkane Imbabura, Cayambe und Cotopaxi in ihrer schönsten Pracht sehen. Nur leider sind wir mit dem öffentlichen Bus unterwegs der keine Fotostopps für Touristen einlegt. Zusammen mit Marita und Jan erkunden wir die Hauptstadt des Landes, lassen es abends beim Karaoke so richtig krachen und starten dann gemeinsam zu einer unserer bisher schönsten Tour auf unserer Reise, nach Galápagos. Hierzu haben wir bereits eine Fotogalerie und einen kurzen Bericht erstellt, deshalb werde ich jetzt diesen Teil überspingen.

Zurück auf der Finca, freuen wir uns nun wieder auf das Camperleben, auch wenn es richtig schön war, sich mal für ein paar Tage um nichts kümmern zu müssen und nur so nach Strich und Faden verwöhnt zu werden. So bleiben wir noch ein paar Tage, geniessen die Gastfreundschaft des Besitzerpaares Patrizia und Hans und brechen dann von hier aus auf zum grössten Kunsthandwerksmarkt Ecuadors, nach Otavalo.

Indianermarkt in Otavalo

Dieser Markt gehört definitiv zu den Plätzen, welchen wir erneut besichtigen möchten. Na ja, jetzt spreche ich vielleicht eher für mich, Roger hätte diesen Markt getrost auslassen können. Aber er schlägt sich tapfer und begleitet mich ohne zu jammern. Schliesslich hat er es ja bis jetzt auch ziemlich gut getroffen, da ich meistens mit Claudia auf Shoppingtour gegangen bin und er sich mit David anderweitig beschäftigen konnte. Aber heute muss „Mann“ da durch. Stundenlang schlendern wir durch den farbenfrohen Markt, der in seiner Vielfalt kaum zu übertreffen ist. Ein besonderer Hingucker sind auch die Otavaleñas in ihrer schönen, ursprünglichen Tracht. Obwohl der Markt natürlich sehr touristisch ist, gehört er für mich immer noch zu einem der schönsten und sehenswertesten Märkte Lateinamerikas.

Auf dem Weg nach Mindo

Von Otavalo unternehmen wir einen Abstecher zu der nahegelegenen Laguna Cuicocha und fahren dann weiter auf gut ausgebauter Piste durchs Hinterland nach Mindo, welches bekannt ist für seine Nebelwälder. Obwohl die Strecke landschaftlich schön ist, hat sich jetzt der Abstecher für uns nach Mindo nicht gelohnt. Das ist sicherlich ein Nebeneffekt des Reisens, denn wir haben in Mittelamerika einige imposantere Nebelwälder gesehen und auch weit weniger touristische, sodass wir diesem Ort nicht viel abgewinnen können. Aber na ja, das ist natürlich immer Geschmacksache.

Die Sonnenuhr von Quitsato

Zurück geht es wieder ein Stückchen nordostwärts, vorbei am berühmten Äquator-Denkmal „Mitad del Mundo“, welches wir beim letzten Mal angeschaut haben. Obwohl wir nun schon ein paar Male den Äquator überquert haben, dürfen natürlich die obligaten Fotos mit der Null-Linie nicht fehlen. So steht diesmal die Sonnenuhr von Quitsato auf dem Programm. Der Platz von der Sonnenuhr ist in viele Sektoren eingeteilt, in deren Mitte sich die riesige Sonnenuhr-Säule befindet. Je nach Kalendertag fällt der Schatten in den entsprechenden Sektor. Nebst der Uhrzeit, kann man also auch die Jahreszeit der schattenspendenden Säule entnehmen.

Stürmische Nacht am Vulkan Cayambe

Von hier aus nehmen wir den dritthöchsten Vulkan Ecuadors in Angriff, den Cayambe mit 5‘790 m ü. M.. Über eine teils etwas ruppige Versorgungspiste ruckeln wir im gemütlichen Tempo den Berg hoch und finden auf 4‘200 m ü. M. einen absoluten Traumplatz zum Übernachten vor. Jetzt sind wir da, wo es uns einfach am Besten gefällt. In luftigen Andenhöhen, einem Wahnsinnspanorama direkt vor unserer Haustüre und goldglänzendem Spinifex-Gras. Die Fotos mit den zwei Regenbogen über dem Duro haben wir jetzt weggelassen, wir wollen euch ja nicht quälen :-).

In der Nacht wird es eisig kalt, die Temperaturen sinken auf den Gefrierpunkt. Aber das wäre ja alles kein Problem. Schlimm wird es erst, als ein heftiger Sturm aufzieht und uns mit starken Sturmböen die Nacht „versaut“. Es schaukelt so fest im Auto, dass wir wirklich langsam Angst bekommen und fürchten, die Kabine könnte Schäden davon tragen. Wir müssen uns im Bett festhalten, damit wir nicht auf die andere Seite rollen. Selbst die geschlossene Dachluke scheint sich verabschieden zu wollen und so muss Roger beim Sturm raus aufs Dach und diese mit Spanngurten zusätzlich sichern. Wir tun kein Auge zu und beschliessen morgens um 03.00 Uhr, weiter hinunter zu fahren und uns einen windgeschützteren Platz zu suchen.

Gar nicht so einfach, wenn es neben der Piste meterweit das Loch hinuntergeht. Natürlich finden wir nichts und es bleibt uns keine andere Wahl, als direkt auf der Piste zu nächtigen. Bei diesem Sturm wird ja sowieso kein Mensch hoch bzw. runter fahren. So ist es dann auch. Am nächsten Morgen sehen wir dann die Bescherung. Bevor wir auf den Cayambe hochgefahren sind haben wir noch unseren Wassertank gefüllt und dabei vergessen, den Sicherheitsriegel wieder zu verschliessen. Durch den Sturm und das heftige Geschaukel haben wir doch tatsächlich 40l Wasser verloren. Da sich einiges davon im Innenraum befindet heisst es erstmals, alles ausräumen und trocknen so gut es geht. Wir sind völlig gerädert und richtig übermüdet. Aber hier bleiben ist auch keine Alternative, da der Sturm immer noch tobt. So entschliessen wir uns, wieder ganz runter zu fahren und uns etwas Erholung in den heissen Thermalquellen von Papallacta zu gönnen, um unsere müden Knochen wieder auf Vordermann zu bringen.

Nationalpark Cotopaxi - Für uns der schönste Nationalpark Ecuadors

Der Sturm am Cayambe ist vergessen, die Thermalquellen haben uns wieder aufgepeppt und so steht unserem nächsten Vorhaben nichts mehr im Wege. Von Einheimischen haben wir erfahren, dass der Cotopaxi N.P., welcher wegen Aktivitäten über mehrere Monate geschlossen war, vor drei Wochen wieder geöffnet wurde. Also „Nichtswiehin“ lautet unsere Devise. Wir nehmen den Nordeingang und können schon von Weitem den wolkenlosen und schneebedeckten 5‘897 Meter hohen Vulkan entdecken. Das Panorama ist einfach nur noch ATEMBERAUBEND. Mit dem Auto kann man bis auf 4‘600 m ü. M. fahren, von da an geht es aber nur noch zu Fuss weiter. Völlig im Höhenrausch satteln wir unsere Wanderschuhe und marschieren hoch zum Refugio, welches sich auf 4‘864 m ü. M. befindet. Der Weg ist abartig steil und wir kommen arg ins Schnaufen. Erst im Nachhinein sehen wir, dass es eine noch etwas sanftere Möglichkeit des Aufstiegs gegeben hätte. Aber immerhin können wir diese Variante für den Rückweg benützen.

Am nächsten Tag geht es wieder zu Fuss weiter, diesmal zu der Lagune de Limpiopungo. Auch heute haben wir wieder traumhaftes Wetter, wir können es kaum fassen. Drei Tage bleiben wir im Park, immer mit der Sonne im Nacken. Wäre da nicht schon wieder ein Markt der auf uns warten würde, wären wir wahrscheinlich immer noch da.

Auf dem Tiermarkt in Saquisilí

Dieser traditionelle, jeweils am Donnerstag stattfindende Bauernmarkt, ist bekannt für seinen grossen Tiermarkt. Noch völlig untouristisch, starren uns die Einheimischen genauso interessiert an wie wir sie. Wie herrlich ist es diesem Treiben zuzuschauen. Da wechseln Schweine, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas aber auch Kühe nach regem Verhandeln ihre Besitzer. Höhepunkt ist aber sicher, dass wir bei der Geburt eines Zickleins dabei sein durften, so etwas haben wir zuvor noch nicht gesehen. Empfindlich darf man auch nicht sein, wenn man so auf einen Markt geht, denn diese Menschen haben, was tiergerechte Haltung angeht, schon eine etwas andere Einstellung als wir. So werden neugekaufte Schafe einfach bei einem PW aufs Dach gebunden oder Lamas auf die Pritsche eines Pick-Up‘s gequetscht. Aber interessant anzuschauen ist es allemal.

Der höchste Berg der Welt ruft - Vulkan Chimborazo

Uns zieht es wieder in die Einsamkeit und so steht bereits der nächste Vulkan auf dem Programm, mitunter der höchste Berg Ecuadors und sogar der höchste Berg der Welt, mit 6‘267 m ü. M. schauen wir hoch zum Vulkan Chimborazo. Wer jetzt denkt, das wäre jetzt schon ein bisschen übertrieben, nein nein, das ist wissenschaftlich erwiesen. Hier die Erklärung: Der Erddurchmesser ist am Äquator am Breitesten (42km breiter als bei den Polen) und somit ist der Chimborazo vom Erdmittelpunkt aus gesehen der äusserste Punkt des Erdmantels.

Auch dieser Vulkan zeigt sich uns von seiner schönsten Seite, die davor grasenden Vicuñas tragen auch noch ihr Optisches dazu bei. Hier kann man mit dem Fahrzeug bis auf 4‘800 m ü. M. fahren und dann zu Fuss auf über 5‘000m hoch laufen. Wo kommt man schon mal so hoch hinauf?

Einkaufsrausch in der Käserei in Salinas

Leider können wir hier nicht noch länger bleiben, da wir noch einen wichtigen Termin in der Käserei in Salinas haben, bevor das Wochenende anrückt. Dieser Ort ist unter Reisenden wohl bekannt, befindet sich doch in diesem abgelegenen Dorf eine der besten Käsereien Ecuadors. Ein Schweizer bildete die Einheimischen beim „Käsen“ aus und auch heute noch wird nach seiner Rezeptur Käse hergestellt. Wir erhalten eine kostenlose Degustation und schlagen dann natürlich wie die Wilden zu. Insgesamt befinden sich nun in unserem Kühlschrank 7kg Käse (von verschiedenen Käsereien). Wir bringen die Türe fast nicht mehr zu und für andere Sachen gibt es definitiv keinen Platz mehr. Aber „das isch Wurscht“ :-).

Abstecher ins Tiefland

Nach anstrengenden Tagen und wegen der Höhe nicht immer so erholsame Nächte entschliessen wir uns, doch noch einen Abstecher ins Tiefland zu unternehmen. Auf dem Weg dahin legen wir noch einen kleinen Stopp in Baños ein. Den Ort selber fanden wir eigentlich schon beim letzten Mal nicht wirklich berauschend und so nächtigen wir etwas ausserhalb bei einem Aussichtspunkt, von wo man einen tollen Blick über das gesamte Tal erhält. Wieder gestärkt fahren wir hinunter ins Amazonasbecken. Meine Güte, was für Höhenunterschiede. Von fast 5‘000m beim Chimborazo schrauben wir uns nun auf 400m runter. Die langen Hosen und Pullover werden gegen das Sommer-Tenü und Flip-Flops getauscht. Der Grund weshalb wir eigentlich ins Tiefland fahren ist der geplante Abstecher in den Sangay N.P., welchen wir wieder auf dem Weg hoch nach Riobamba anschauen möchten.

Aber diesmal macht uns die Natur einen Strich durch die Rechnung. Ein Erdrutsch unterbricht die Hauptverbindungsstrecke von Macas nach Riobamba und natürlich steht von diesem nichts geschrieben. Es gibt keine Tafeln und Hinweise dazu, dass die Strasse gesperrt wurde. So was muss der Reisende schon selber herausfinden. Das haben wir dann nach 250km natürlich auch gemacht. Zum Glück ist der Sprit mit CHF 0.25 pro Liter ja ein Schnäppchen. Umzukehren bringt auch nichts mehr und so fahren wir doch noch viel mehr als geplant durchs Tiefland. Bei Santiago de Méndez versuchen wir erneut unser Glück und diese Strecke durch die Berge nach Cuenca ist dann auch durchgehend befahrbar.

Cuenca und Parque Nacional El Cajas

Cuenca, die wahrscheinlich schönste Stadt von Ecuador, haben wir auch schon auf unserer letzten Reise besichtigt. Aber gerade weil sie uns so gut gefallen hat, unternehmen wir doch nochmals eine kurze Besichtigungstour, bevor es uns wieder raus in die Natur zieht. Der Parque Nacional El Cajas befindet sich in der Nähe der Stadt und ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Wir übernachten bei der Lagune Llaviuco und sind so am nächsten Morgen auch bereits die ersten Wanderer und können dieses Idyll ganz für uns alleine geniessen. Hier gibt es Vögel in allen erdenklichen Farben, welche wir aber leider nicht mit der Kamera erwischt haben. Dafür haben die verschiedenen farbenfrohen Pflanzen schön still gehalten und so können wir vielleicht doch einen kleinen Eindruck des Parks vermitteln.

Letzter Stopp - Vilcabamba

Unser letztes Ziel in Ecuador ist Vilcabamba, einem Dorf mit der grössten Anzahl an Hundertjährigen. Dies war einer unserer absoluten Lieblingsplätze und da wir sowieso den Grenzübergang bei La Balsa nehmen möchten, liegt das „Dörfchen“ und auch die Hostería Izhcayluma praktischerweise auf unserem Weg. Ausser dass man jetzt nicht mehr gerade so idyllisch wie früher campen kann, hat sich nicht viel verändert. Sofort fühlen wir uns wohl und werden von Peter, einem der Besitzer, auch sehr herzlich empfangen. Wir sind übrigens die einzigen Gäste, welche nun schon das zweite Mal hier waren und dies erst noch mit 2 verschiedenen Fahrzeugen. Nach ein paar gemütlichen Tagen heisst es aber endgültig „Tschüss“ zu sagen und wir fahren zum wohl kleinsten und kuriosesten Grenzübergang zwischen Ecuador und Peru. Aber dazu gibt es dann mehr im nächsten Reisebericht.

Ecuador - Kleiner Rückblick

Nach 5 Wochen in Ecuador haben wir das Land völlig neu entdeckt und Landschaften zu sehen bekommen wo wir eigentlich gar nicht wussten, dass es diese hier gibt. Auch waren wir erstaunt wie traditionell die Leute sich noch kleiden, genügsam leben und das in einem doch sehr fortschrittlichen Land. Was das Einkaufen der Lebensmittel anbelangt war für uns Ecuador sicher eines der besten Länder bisher. Das Angebot ist unbeschreiblich und wenn man schon lange unterwegs ist, fühlt man sich hier wie in einem Paradies. Auch die Dieselpreise mit CHF 0.25 pro Liter lassen einem Mehrkilometer mit einem Schulterzucken abtun. Aber das grösste Highlight war sicherlich unsere Tour auf die Galápagos-Inseln, welche unvergesslich bleiben wird.