nichtswieweg... vier Abenteurer unterwegs

Reisebericht zu den Fotos
Gefahrene Route
Mexiko - Süden
Fotogalerie vom 14.01.2016 bis 18.02.2016, Mexiko
Highlights: Paso de Cortés, Parque Nacional Popocatéptl – Iztaccíhuatl, Oaxaca, Monte Albán, Hierve el Agua, Laguna de Catemaco, San Cristóbal de las Casas, Cascadas Agua Azul, Palenque, Ednzá, Kabáh, Uxmal, Playa de Coco, Chichen Itzá, Cancún, Xpu-Ha, Tulum, Reserva de la Biósfera Sian Ka'an, Laguna Bacalar

Auf unserer Rundtour durch den Süden Mexikos hätten die Gegensätze nicht grösser sein können. Vom aschespuckenden Popocatépetl fahren wir weiter zu verschiedenen Kolonialstädten, pfeifen mit den Papageien und Tukanen um die Wette, unternehmen erneut einen Abstecher ins Hochland bevor wir in die Welt der Mayas auf der Halbinsel Yucatán eintauchen. Mit einer Karibikkulisse der Superlative verlassen wir nach fast 4 Monaten dieses tolle Reiseland: Adiós México!

Bei Stau wird in Mexiko schnell mal aus zwei Spuren deren vier gemacht. So gibt es auch für Polizei und Rettungsdienst kein Durchkommen mehr.
Bald schon sehen wir den berühmten Vulkan Popocatépetl im Hintergrund auftauchen.
Die Sicht auf den Popocatépetl muss man sich hart verdienen, denn wir stecken in einem Megastau fest, welcher in beide Richtungen geht.
Der Stau geht bis tief in die Nacht hinein. Manch einer verliert die Geduld und versenkt beim Wenden sein Auto im Strassengraben.
Erst am nächsten Tag schaffen wir es schliesslich in den Parque Nacional Popocatépetl Iztaccíhuatl Zoquiapan. Hier zeigt sich uns der kraterlose Vulkan Iztaccíhuatl.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Puebla passieren wir erneut einen Stau. Doch diesmal ist ein Markt der Grund fürs Verkehrs-Chaos.
Plötzlich stösst der immer noch aktive Vulkan Popocatépetl eine dicke Aschewolke aus dem Innern in die Atmosphäre.
Auf dem Weg nach Oaxaca machen wir einen kleinen Umweg und übernachten im Jardín Botánico Helia Bravo Hollis.
Iglesia Santo Domingo in Oaxaca.
Die Innenhöfe in Oaxaca sind immer sehr hübsch mit Blumen dekoriert.
Nein, das ist kein erfolgreicher Taschen- und Hutdieb auf dem Nachhauseweg. ;-)
Im Museo Textil de Oaxaca wird die mexikanische Handwerkskunst der Textilherstellung anschaulich demonstriert ...
... während auf dem Markt beim Zócalo die lokalen Erzeugnisse verkauft werden.
Heute kochen wir Riz Casimir. Dazu benötigen wir Früchte ...
... und Pouletfleisch frisch vom Markt.
In einem Tagesausflug erklimmen wir die Ruinen von Monte Albán.
Damit die Zapoteken diese Stadt in den Bergen errichten konnten, wurde kurzerhand der ganze Berg abgetragen ...
... und daraus eine Fläche von ca. 20 Quadratkilometer für ihre Bauten geebnet.
Schlussendlich lebten hier in der Zeit von 250 - 750 nach Christus gleichzeitig über 25'000 Bewohner.
Andere Zeit, anderes Gebiet. Wir befinden uns auf dem Weg zu den Quellen von Hierve el Agua.
Unser Standplatz für die Nacht liegt genau oberhalb der warmen Quellen.
Agaven-Gewächs
Hierve el Agua bei schönstem Winterwetter.
Das warme Quellwasser läuft aus mehreren Becken ...
... über viele Stufen den Berg hinunter und hinterlässt einen versteinerten, kalkweissen Wasserfall.
Wir verlassen das mexikanische Hochland und durchbrechen die Nebelgrenze ...
... um in eine völlig andere Welt einzutauchen.
Unterwegs werden wir von einem Trauerzug auf ihrem kilometer langen Weg zum Friedhof aufgehalten. Über 1,5 Stunden müssen wir im Schritttempo hinterher fahren, denn hier gibt es kein Vorbeikommen.
Den Weg ins Dschungel-Camp "La Jungla" in Catemaco müssen wir uns ebenfalls verdienen. Die stacheligen Lianen versperren uns den Weg. Da ist Landwirtschaftspflege à discretión angesagt.
Unzählige Aras leben hier und begrüssen uns lautstark in ihrem Revier. 
Tropische Pflanzen prägen das Bild vom Dschungel. 
Ein Ara (Papagei) hält Ausschau!
Blick auf die Lagune von Catemaco.
Tropen
Im "La Jungla" haben wir zwei verschiedene Arten von Tukanen gesehen. Einen davon haben wir vor die Linse bekommen.
Kaum tauschen wir den Asphalt mit einer Erdpiste, ist wieder Stau angesagt. Diesmal versperrt uns eine kleine Kuhherde den Weg.
Die Kathedrale "Nuestra Señora de la Asunción" ist das Wahrzeichen von San Cristóbal de las Casas. 
In der Strasse "Real de Guadeloupe" befinden sich unzählige Einkaufsmöglichkeiten. 
Eine Markfrau macht es sich im Schatten einer Eingangspforte gemütlich.
Herzige Cafés, vielfältige Restaurants und bunte Häuserfassaden prägen das Bild der "Real de Guadeloupe" in San Cristóbal de las Casas.
Roger entdeckt den argentinischen Fussball-Star "Diego Armando Maradonna" vor einem Argentinischen Restaurant.
Viel interessanter für Anita ist hingegen das lokale Kunsthandwerk.
Falsch geraten - Das ist kein fulminanter Motorschaden, sondern die Beschleunigung des Linienbusses nach einem der vielen Topes (Speed-Bumper).
Kurz vor Sonnenuntergang (hinter den Wolken) treffen wir bei den Wasserfällen von Agua Azúl ein.
Über unzählige Wasserfälle ebnet sich der Rio Yax seinen Weg in den Golf von Mexiko.
In Palenque eingetroffen, erleben wir eine freudige Überraschung. Fabienne und Marcel (hinten links, welche wir in San Juan de Teotihuacán getroffen haben) sowie Alex und Chrigu (hinten rechts, haben wir vor über 8 Monaten in Kanada getroffen) sind bereits auf dem Platz. Stühle raus und los geht die Wiedersehens-Party der Superlative. Nur die Nachbarn (und Brüllaffen) nerven sich einwenig über die nächtliche Ruhestörung.
Tags darauf machen wir uns auf zu den berühmten Maya-Ruinen von Palenque.
Der "El Palacio" ist das Zentrum der antiken Altstadt der Mayas.
Von der obersten Ebene des "Templo de la Cruz" hat man einen herrlichen Überblick über die Anlage.
Der "El Palacio" ist die herrschaftliche Regierungs-Residenz mit dem 3-geschössigen Turm, welcher als Observatorium diente.
Der "Templo de las Inscriptiones" diente als Grab für den berühmten Maya-Herrscher "El Pacal". 
Im Museo de Sitio treffen wir auf die Stucktafel vom Templo XIX, welche viele aufschlussreiche Informationen zum damaligen Leben beinhaltet.
Ausserdem ist in diesem Museum ein Replikat des Sarkophag von El Pacal ausgestellt, dessen rote Steinplatte über 5 Tonnen schwer ist.
Nach soviel Kultur zieht es uns wieder hinaus in die Natur. Auf der Mex-180 vor Campeche treffen wir auf die Küste des Golfes von Mexiko.
Ein kilometer langer Sandstrand lädt zum Verweilen ein.
Doch vorerst geht unsere Route zurück ins Inland der Halbinsel Yucatáns. Genauer gesagt zu den Maya Ruinen von Edzná.
Ganz alleine betreten wir frühmorgens diese Maya-Stätte, ....
... welche von unzähligen Leguanen bewacht wird.
Das höchste Bauwerk dieser Stätte ist das 32m hohe "Edificio de los Cinco Pisos".
Gleich anschliessend begeben wir uns zur nahegelegenen Maya-Stadt "Kabáh".
"Kabáh" war neben "Uxmal" die zweitwichtigste Maya-Stätte. Vieles davon wartet noch im Dornröschen-Schlaf auf ihre Ausgrabung. Auf der Rückseite des "Palast der Masken" befinden sich zwei mächtige Kriegerstatuen und wachen über die Anlage.
Zurück an der Frontseite des selben "Palacio de las Máscaras", reihen sich dutzende Chaak-Masken des "Wasser-Gottes" der Mayas.
Nun wird es aber Zeit, die wichtigste Maya-Stätte der Yucatán-Halbinsel zu entdecken: Uxmal - Hier mit Blick auf die 38m hohe Pyramide des Zauberers.
Beim "Cuadrángulo des Monjas" (Nonnen-Viereck) angekommen, fühlen wir uns wie in einer riesigen Fussball-Arena. Man glaubt es kaum, bereits die Mayas spielten hier eine Art Fussball, wenn auch mit einem Ball aus Kautschuk und etwas anderen Spielregeln.
An der Nordseite dieses imposanten Platzes thront das Hauptgebäude mit den vielen verzierten Chaak-Masken.
Von der "Gran Pirámide" hat man einen fantastischen Ausblick auf die Ruinen-Stadt Uxmal.
Wir verlassen die Maya-Stätten und fahren nordwärts an den Golf von Mexiko. Diese Region ist Heimat für Tausende von Flamingos.
...
Im seichten Wasser brüten hier die Flamingo Rosas.
An der "Playa de Coco" (Balneario Zac-Ha westlich von San Crisanto) geniessen wir zum ersten Mal das karibische Feeling.
Die Halbinsel Yucatán ist voll von unterirdischen Süsswasser-Grotten, oder "Cenote", wie sie hier heissen.
Wir besuchen die weniger touristische Cenote Chiahuan und geniessen ein Bad in der angenehm temperierten Höhle.
Wenn man den Eingang von Chichén Itzá passiert, kommt man gleich zu dessen Wahrzeichen: Die Kukulkán-Pyramide.
Damit man sieht, wie sie vor der Restaurierung ausgesehen hat, wurde ein Teil der 25m hohen Pyramide noch "naturbelassen".
Der "Templo de los Guerros" (Tempel der Krieger) ist mit vielen Säulen bestückt, welche früher das Dach dieser Halle hielten.
Im runden Turm namens Caracol (Schnecke), war das Observatorium der Mayas untergebracht. Ob hier auch der berühmte Maya-Kalender entstanden ist?
Ein solches Eckstück stand zuoberst auf der Pyramide (im Hintergrund) und diente als Eckpfeiler für den Tempel, welcher die Pyramide thronte. 
Solche Leguane finden wir bei fast jeder Ruine. Für uns sind sie die wahren Wächter der Maya-Stätten.
Dass die Mayas nicht nur Pyramiden bauen konnten, sondern viele Gebäude auch reich verzierten, zeigt uns die Fassade des "Anexo de las Monjas" (Anbau des Nonnenhauses).
Unweit der Kukulkán-Pyramide liegt die "Cenote Sagrado" (Heilige Cenote), welche für religiöse Zwecke (z.B. Menschen-Opfer) verwendet wurde.
Ein kleines "Selfi" vor der Kukulkán-Pyramide zur Erinnerung. ;-)
Frühmorgens in Cancún bei der "Zona Hotelera" findet man ...
... noch einen fast menschenleeren Strand vor. Also ein perfekter Platz für ein Käffchen. 
Aber schon bald tauchen die ersten Badegäste auf und reservieren sich ihren Sonnenschirm an der Playa Delfines.
Wir sind zu Besuch bei den "Hippie-Trails", welche in Cancún einen Baby-Stopp einlegen und hier auf ihren baldigen Nachwuchs warten. Wir drücken euch allen Vier die Daumen. 
Wieder neigt sich ein Tag im Paradies dem Ende entgegen. (Tönt ja fast schon melancholisch :-))
Apropos Paradies, an der Playa Xpu-Ha haben wir es nun definitiv gefunden.
Wir geniessen den Tag in der Hänge-Matte,  ...
... gehen abends in die nahe gelegene Strandbar einen Absacker trinken, ...
... schwimmen im türkis-farbenen Wasser ...
... und versuchen, ab und zu eine Kokosnuss von den Palmen zu ergattern.
Die Pelikane stürzen wie Geschosse ins Wasser und fangen so ihre Fische.
Man möchte aus diesem Paradies wirklich nicht mehr weg.
Irgendwann schaffen wir dann aber doch den Absprung und ziehen weiter zu den Maya-Ruinen bei Tulum.
Das Besondere an dieser Anlage ist ihre Lage, befindet sie sich doch direkt am karibischen Ozean.
...
Leguan am "sünnela".
Bei Tulum kann man die Besichtigung der Stätte direkt mit einem Bad im Meer versüssen.
Aber nicht nur wegen des Badestrandes ist Tulum eine der meistbesuchtesten Maya-Ruinen. 
Unter dieser Ruine befindet sich eine Cenote, welche früher als Wasserversorgung der Stadt diente.
Nach den Tulum-Ruinen fahren wir ins "Reserva de la Biósfera Sian Ka'an".
Hier ist nicht viel los, wildromantische Strände findet man vor, leider jedoch mit sehr viel Müll.
Die vielen Schlaglöcher im Reservat setzen unserem Mogli zu und so ist Buschmechanik angesagt. 
Farbenprächtige Lagunen im "Reserva de la Biósfera Sian Ka'an", einfach traumhaft schön. 
Sonnenaufgang über der "Laguna Bacalar" mit der "Cenote Azul" im Vordergrund. 
Selbst die Seen an der Ostseite der Halbinsel Yucatán geizen nicht mit ihrem türkis-farbenen Badewasser.
Beim "Restaurante Cocalitos" campen wir in traumhafter Kulisse direkt an der "Laguna Bacalar". 
Juhuuu - baden im warmen Wasser - was für ein Vergnügen.
Diese runden Dinger sind übrigens Stromatoliten - die älteste nachgewiesene Lebensform unseres Planeten.
Mit einer Margarita verabschieden wir uns nun von Mexiko - einem Land das uns sehr ans Herz gewachsen ist. Tschüss - bis zum nächsten Mal!